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Kommt 2019 Schwarz-Blau in Sachsen? 
AfD auf Umfragehoch in Sachsen

12. Juni 2018

Wenn ihr mich fragt: Es könn­te bald auch in Deutsch­land soweit sein – Schwarz-Blau liegt in der Luft. Heu­te kam eine Umfra­ge von INSA her­aus, wonach die AfD in Sach­sen bei 24 Pro­zent liegt. Das ist bezo­gen auf das Abschnei­den bei der Bun­des­tags­wahl 2017 zwar noch aus­bau­fä­hig, wür­de die poli­ti­sche Land­schaft im Frei­staat aber trotz­dem über den Hau­fen wer­fen!

Schaut man sich die ver­blie­be­nen Koali­ti­ons­mög­lich­kei­ten für die CDU an, so sieht es für die Dau­er-Regie­rungs­par­tei Sach­sens sehr dünn aus. Die der­zeit regie­ren­de Gro­ße Koali­ti­on aus CDU (2014: 39,4 Pro­zent) und SPD (2014: 12,4 Pro­zent) käme näm­lich nur noch auf 41 Pro­zent. Eine Mehr­heit hät­te die Säch­si­sche Uni­on nur noch mit der LINKEN (51 Pro­zent). Davon wird Minis­ter­prä­si­dent Micha­el Kret­sch­mar gera­de wegen des Abrut­schens sei­ner Par­tei um 7,4 Pro­zent gegen­über dem Wahl­er­geb­nis von 2014 aber tun­lichst die Fin­ger las­sen. Sonst könn­te ihm die eige­ne Par­tei end­gül­tig von der Fah­ne gehen. Bereits in der Ver­gan­gen­heit gab es zahl­rei­che Wech­sel zu AfD und die Unzu­frie­den­heit der Par­tei­ba­sis in dem als aus­ge­spro­chen kon­ser­va­tiv gel­ten­den Lan­des­ver­band nimmt eher zu als ab. Die AfD hat sich in Sach­sen mitt­ler­wei­le als neue Volks­par­tei eta­blie­ren kön­nen. Trotz­dem ist es in eini­gen Regio­nen Sach­sen immer noch gefähr­lich, sich in die­ser Par­tei zu enga­gie­ren.


- Anzei­ge -

Selbst für eine Jamai­ka-Koali­ti­on aus CDU, SPD und Grü­nen und FDP ist bei der Land­tags­wahl im Som­mer 2019 rech­ne­risch – geschwei­ge denn poli­tisch – kei­ne sta­bi­le Mehr­heit zu erwar­ten. Es blie­be der CDU letzt­lich nur noch eine Min­der­heits­re­gie­rung mit wech­seln­den Mehr­hei­ten. Oder aber – und das wür­de ich begrü­ßen – in Sach­sen hät­te eine Schwarz-Blaue Regie­rung aus CDU und AfD nach öster­rei­chi­schem Vor­bild Deutsch­land­pre­mie­re. Hat Micha­el Kret­sch­mar das Zeug zum säch­si­schen Sebas­ti­an Kurz? Sein vor­sich­ti­ges Abrü­cken von Ange­la Mer­kel in der Flücht­lings­fra­ge könn­te viel­leicht der Anfang sein.

Für die säch­si­sche AfD bedeu­tet die­ses Ergeb­nis, daß sie sich ernst­haft auf eine etwai­ge „staats­tra­gen­de“ Rol­le in Sach­sen vor­be­rei­ten muß. Sie muß zusam­men­hal­ten und inter­ne Que­re­len wie per­sön­li­che Ego­trips hin­ter dem gemein­sa­men Ziel zurück­stel­len. Es müs­sen geeig­ne­te Per­sön­lich­kei­ten auf­ge­baut bzw. gewon­nen wer­den, die bereit und vor allem auch fähig sind, die­ses gemein­sa­me Ziel umzu­set­zen: die Ret­tung unse­res deut­schen Vater­lan­des.

Quel­len:


Ver­öf­fent­licht bei Ste­e­mit. Letz­te Aktua­li­sie­rung: 21. Jun 2018 @ 15:59

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