Europa | Zeitgeschehen

Jetzt verläßt auch Tschechien den Migrationspakt 
Das Beispiel Österreichs findet schon seinen ersten Nachfolger in Europa

1. November 2018

Es war eine vage Pro­gno­se der „NZZ“: Der Aus­stieg Öster­reichs aus dem Migra­ti­ons­pakt könn­te einen Domi­no­ef­fekt aus­lö­sen und ande­ren Staa­ten die­sem Vor­bild fol­gen. Nun hat bin­nen weni­ger Tage der tsche­chi­sche Minis­ter­prä­si­dent Andrej Babis ange­kün­digt, daß sein Land eben­falls aus dem Migra­ti­ons­pakt aus­stei­gen wird. Doch dazu muß er noch sei­nen sozi­al­de­mo­ka­ti­schen Koali­ti­ons­part­ner über­zeu­gen.

Ich kann aus eige­ner Erfah­rung sagen, daß Tsche­chi­en – im Gegen­satz etwa zu Deutsch­land – nach wie vor ein durch und durch euro­pä­isch gepräg­tes Land ist. Kopf­tü­cher z.B. sieht man hier selbst in der Haupt­stadt Prag fast aus­nahms­los bei Tou­ris­tin­nen und sowie­so nur sel­ten. Über­durch­schnitt­lich ver­tre­ten sind Kopf­tuch­trä­ge­rin­nen nach mei­ner Wahr­neh­mung bei Jugend­grup­pen aus Deutsch­land. Auch feh­len etwa in Prag die „Männer„gruppen, die beson­ders seit 2015 zum Stadt­bild deut­scher Innen­städ­te gehö­ren.

Wenn sich Babis durch­setzt, kann man den Tsche­chen also ein­mal mehr zu ihrer gut gewähl­ten Regie­rung gra­tu­lie­ren. Ich ver­mu­te, daß dann in den nächs­ten Tagen und Wochen noch ande­re Vis­he­grad-Staa­ten fol­gen wer­den und den Migra­ti­ons­pakt nicht unter­zeich­nen.


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