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Europa Nostra-Festival in Dresden 
Wir lassen uns nicht einschüchtern und stehen zusammen!

26. August 2018

Ges­tern war es end­lich soweit. Das ers­te Fes­ti­val der patrio­ti­schen Jugend (und Jung­ge­blie­be­nen), „Euro­pa Nos­tra“, fand in Dres­den statt. Etwa 650 Teil­neh­mer hat­ten sich auf Ein­la­dung der Iden­ti­tä­ren Bewe­gung auf der „Cocker-Wie­se“ zusam­men­ge­fun­den um sich aus­zu­tau­schen, zu infor­mie­ren und Vor­trä­gen und Podi­ums­dis­kus­sio­nen zu lau­schen.

Auch für ein kul­tu­rel­les Pro­gramm war gesorgt: Gemein­sa­mes Volks­lie­der­sin­gen, Volks­tanz­dar­bie­tung und zum Abschluß des Tages ein Musik­pro­gramm u.a. mit den patrio­ti­schen Rap­pern Kom­plott und Chris Ares (Kon­zert­mit­schnitt). Wer woll­te, konn­te sich auch mit T-Shirts für die nächs­ten Aktio­nen und Lite­ra­tur ein­de­cken oder über Initia­ti­ven und Pro­jek­te infor­mie­ren. Vom offi­zi­el­len Pro­gramm hat mir am bes­ten der Vor­trag von Götz Kubit­schek gefal­len, in dem es über die Ursa­chen für den man­geln­den Wider­stands­geist im deut­schen Volk ging.


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Wich­tig war natür­lich auch das „Neben­her“: Wir konn­ten Mar­tin Sell­ner nach unse­rem Wien­be­such vor eini­gen Wochen wie­der per­sön­lich tref­fen, sahen alte Bekann­te wie­der und konn­ten neue Bekannt­schaf­ten schlie­ßen.

Für den ers­ten Ver­such, ein sol­ches Fes­ti­val auf die Bei­ne zu stel­len, war es schon sehr gelun­gen. Es ist natür­lich immer Luft nach oben und ich den­ke, das wird jetzt immer bes­ser! Per­sön­lich hat die Ver­an­stal­tung mich in mei­nen Akti­vi­tä­ten bestärkt und war wie­der ein Moti­va­ti­ons­schub.

Nach­trag an die­ser Stel­le: Die patrio­ti­sche Ver­net­zungs­app „Patrio­t­Peer“ erscheint nun end­gül­tig am 25. Dezem­ber 2018. Streicht euch das Datum ganz dich im Kalen­der an!

Eine Sache hat mich aller­dings schon gestört: Es sind wie­der – unter mut­maß­li­chem Miß­brauch der Pres­se­frei­heit – Foto­gra­fen aus dem wahr­schein­lich lin­kem oder links­freund­li­chem Spek­trum unter­wegs gewe­sen, die gezielt Por­trät­auf­nah­men von den Teil­neh­mern des Fes­ti­vals ange­fer­tigt haben. Letzt­lich ist so wie­der ein Vor­fall pro­vo­ziert wor­den, der nach dem glei­chen Sche­ma wie die ZDF-Pegi­da-Affä­re am Ran­de (nicht wäh­rend!) der Anti-Mer­kel-Demons­tra­ti­on ablief: Ein­schüch­tern durch Por­trät­auf­nah­men.

Lei­der konn­te man sich nicht ent­spannt auf die­sen Stüh­len am IB-Stand nie­der­las­sen, son­dern wur­de sofort von der Pres­se „por­trä­tiert“.

Hier stellt sich vor allem die Fra­ge, war­um über­haupt von so vie­len Per­so­nen einer Ver­samm­lung, die als Indi­vi­du­um über­haupt kein Gegen­stand öffent­li­chen Inter­es­ses sind, sol­che Auf­nah­men ange­fer­tigt wer­den? Sol­len damit die Redak­ti­ons­stu­ben deko­riert wer­den oder läuft intern unter den Repor­tern ein Wett­be­werb, wer den Teil­neh­mer mit der größ­ten Nase, der schrills­ten Fri­sur oder dem längs­ten Bart aus­fin­dig gemacht hat? Es bleibt in sol­chen Situa­ti­on bei den unfrei­wil­lig Abge­lich­te­ten ein mul­mi­ges Gefühl. Besteht die Gefahr, daß die Fotos uner­laubt wei­ter gege­ben wer­den und so viel­leicht in irgend­wel­che poli­tisch frag­wür­di­gen Hän­de gera­ten kön­nen?

Immer­hin wur­de ein Teil­neh­mer mut­maß­lich von einer Foto­gra­fin bei der Poli­zei ange­zeigt, weil bei ihm die Täto­wie­rung einer Odal-Rune zu sehen war, die bei Ver­an­stal­tun­gen nicht gezeigt wer­den darf.

Irgend­wann schien eini­gen Ord­nern der Ver­an­stal­tung das Trei­ben der „Pres­se“ dann doch zu weit gegan­gen zu sein und es kam zu einer Aus­ein­an­der­set­zung. Ich habe den Vor­fall aller­dings nicht mit­be­kom­men. Zu die­ser Zeit hör­te ich gera­de einen der Vor­trä­ge und mir fiel ledig­lich auf, daß Dani­el Fiß aus irgend­ei­nem wich­ti­gem Grund aus dem Vor­trags­zelt geholt wur­de. Hin­ter­her erfuhr ich, daß es Aus­ein­an­der­set­zun­gen gab und eini­ge Per­so­nen von der Poli­zei „abge­führt“ wor­den. Nach der Pres­se­mit­tei­lung der Poli­zei geht es nur dar­um, daß Foto­gra­fen an ihren Auf­nah­men gehin­dert und abge­drängt wur­den:

„Auf dem Ver­samm­lungs­ge­län­de ver­such­ten im Ver­lauf des Nach­mit­tags meh­re­re Teil­neh­mer fünf Jour­na­lis­ten an Foto­auf­nah­men zu hin­dern. Sie bedräng­ten die Pres­se­ver­tre­ter und ver­deck­ten eine Kame­ra mit ihren Hän­den.“

Dage­gen behaup­tet der bei „Zeit Online“ ange­sie­del­te Blog „Stö­rungs­mel­der“ (außer­dem auch via Twit­ter), daß es kör­per­li­che Angrif­fe auf einen Repor­ter gege­ben habe:

„…dräng­ten die Ord­ner auf die Repor­ter los, schlu­gen zu, belei­dig­ten und ver­such­ten, sie vom Gelän­de zu schub­sen.“

Nach Poli­zei­an­ga­ben wird wegen Nöti­gung ermit­telt. Hät­te hier jemand zuge­schla­gen, wäre es Kör­per­ver­let­zung. Wer den Quatsch also unbe­se­hen abschreibt, hat ent­we­der schlecht oder gar nicht recher­chiert oder gehört in die Kate­go­rie „Lügen­pres­se“. Außer­dem gilt – zumin­dest der­zeit noch – nach Art. 20 Abs. 3 iVm Art. 28 Abs. 1 Satz 1 GG im deut­schen Straf­recht die Unschulds­ver­mu­tung.


Quel­le: Twit­ter


Daß einer der Ord­ner nicht erlaub­te Gegen­stän­de bei sich hat­te, war natür­lich mal wie­der eine abso­lut ver­meid­ba­re Steil­vor­la­ge für den poli­ti­schen Geg­ner. Mitt­ler­wei­le müß­te jedes Kind wis­sen, was man auf Demos und Ver­an­stal­tun­gen bei sich haben darf und was nicht.

Bis­lang sind wirk­lich aus­sa­ge­kräf­ti­ge Pres­se­be­rich­te eher mager. Die „LVZ“ berich­te­te im „Live­ti­cker“ par­tei­isch für und vor allem über­wie­gend nur von den Gegen­de­mos und -ver­an­stal­tun­gen. Das Foto vom Vor­trag von Parick Len­art im LVZ-Bei­trag zeigt angeb­lich, daß Euro­pa Nos­tra eine fast rei­ne Män­ner­ver­an­stal­tung war. Das ist aber schlicht falsch. Es waren deut­lich mehr als die auf dem Foto gezeig­ten zehn Pro­zent Frau­en anwe­send. Ich saß da übri­gens auch gera­de im Zelt, bin aber in der drit­ten oder vier­ten Rei­he auf dem Foto nicht mehr zu sehen. Und wenn schon: Wir sind doch gern die Hen­nen im Korb. Im Übri­gen waren die Vor­trä­ge so gut besucht, daß vie­le Zuhö­rer (und Zuhö­re­rin­nen) in und sogar außer­halb der Zel­te ste­hen muß­ten.

Hier die Video­mit­schnit­te eini­ger Vor­trä­ge:


P.S.: Nein, es hat auch – ent­ge­gen eini­ger Behaup­tun­gen in der Pres­se und sozia­len Netz­wer­ken – kei­nen Ein­tritt gekos­tet. Wer woll­te, konn­te die Ver­an­stal­tung mit dem Kauf eines Soli­da­ri­täts­ti­ckets ganz frei­wil­lig unter­stüt­zen.

P.P.S.: Das Titel­fo­to (Han­dy­schnapp­schuß) wur­de noch wäh­rend des Auf­baus und vor Eröff­nung der Ver­an­stal­tung gemacht. Des­halb sieht man auch garan­tiert kei­ne 650 Besu­cher, von denen jeder beim erst­ma­li­gen Betre­ten des Gelän­des ein Arm­bänd­chen bekam.


Letz­te Aktua­li­sie­rung: 5. Dez 2018 @ 11:17

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