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Nach der SPD schafft sich nun auch Die Linke ab 
Totaler Realitätsverlust auf Parteitag in Leipzig

10. Juni 2018

Die SPD hat sich kon­se­quent ins poli­ti­sche Aus manö­vriert. Nun folgt ihr – end­lich – auch Die Lin­ke. Auf dem Par­tei­tag in Leip­zig kam es heu­te näm­lich zum Show­down zwi­schen der wie­der­ge­wähl­ten Vor­sit­zen­den Kat­ja Kip­ping und Sah­ra Wagen­knecht, ihrer schärfs­ten Kri­ti­ke­rin.

Es sieht nur auf dem ers­ten Blick so aus, als hät­ten Kip­ping – wie­der­ge­wählt von 64,5 Pro­zent der 580 Dele­gier­ten – und ihre Anhän­ger­schaft einen Sieg davon getra­gen. Der Par­tei­tag hat­te mit gro­ßer Mehr­heit auf Antrag des Par­tei­vor­stan­des beschlos­sen, die Gren­zen für alle „Flücht­lin­ge“ offen zu hal­ten (pdf). Dar­in wer­de  „siche­re, lega­le Flucht­we­ge, offe­ne Gren­zen und ein men­schen­wür­di­ges, fai­res Sys­tem der Auf­nah­me von Geflüch­te­ten“ sowie unum­schränk­tes Blei­be­recht und Fami­li­en­nach­zug. Wagen­knecht ver­tritt dem­ge­gen­über die Ansicht, daß ledig­lich wirk­lich Ver­folg­te Auf­nah­me fin­den soll­ten und muß­te sich von Kip­ping als Ras­sis­tin und Neo­li­be­ra­le beschimp­fen las­sen.


- Anzei­ge -

Kat­ja Kip­ping habe ich vor Jah­ren ein­mal im Rah­men mei­ner frü­he­ren poli­ti­schen Tätig­keit bei einer links­las­ti­gen Ver­an­stal­tung erlebt. Ideo­lo­gin durch und durch, kämp­fe­risch ver­bis­sen und per­ma­nent auf dem Kriegs­fuß mit der Rea­li­tät. Das, was auf dem Par­tei­tag gesche­hen ist, erscheint mit da nur als kon­se­quent. Doch jetzt hat die – neben Bernd Riexin­ger – wie­der­ge­wähl­te Par­tei­che­fin sogar noch eine ganz ein­ma­li­ge Chan­ce bekom­men: Sie kann ihre Par­tei „Die Lin­ke“, ehe­mals PDS und zuvor SED, end­gül­tig an die Wand fah­ren. Sie muß ein­fach nur den gewähl­ten Kurs fort­set­zen.

Für Kip­ping gibt es näm­lich kein Flücht­lings­pro­blem, son­dern Klas­sen­kampf zwi­schen Oben und Unten. Kurz gesagt: Mit genug Koh­le in der Tasche wird also jeder zum bra­ven, athe­is­ti­schen Kom­mu­nis­ten? Und wo das lie­be Geld her­kom­men soll, dar­über macht man sich in bes­ter lin­ker Tra­di­ti­on erst mal kei­ne Gedan­ken. Die Ideo­lo­gie schreibt Umver­tei­lung vor: Also ie Leis­tungs­trä­ger der Gesell­schaft immer wei­ter kne­beln und Unter­neh­men zum Abwan­dern ins Aus­land ani­mie­ren?

Sah­ra Wagen­knecht sieht das frei­lich anders. Rea­lis­ti­scher. Sie weiß, daß „Die Lin­ke“ kei­ne Ant­wort auf die wah­ren Pro­ble­me unse­res Lan­des hat, son­dern nur völ­lig rea­li­täts­fer­nes, ideo­lo­gi­sches Geschwa­fel. Wagen­knecht hat für die Herbst die Grün­dung einer lin­ken Samm­lungs­be­we­gung ange­kün­digt. Die­se hät­te nach einer von „Bild“ in Auf­trag gege­be­nen Umfra­ge Wahl­chan­cen bei 78 Pro­zent der Lin­ken-Wäh­ler.

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