Catholica | Zeitgeschehen

Ist Papst Franziskus wirklich so naiv?
Offener Brief katholischer Ex-Muslime

14. Januar 2018

Die wirk­lich inter­es­san­ten Infor­ma­tio­nen fin­den mitt­ler­wei­le in den (Massen-)Medien kaum noch statt. So bin ich auch jetzt erst im Nach­hin­ein auf einen offe­nen Brief katho­li­scher Ex-Mus­li­me an Papst Fran­zis­kus gesto­ßen, in dem sie die Hofie­rung des Islams durch den Papst scharf kri­ti­sie­ren.

Viel­leicht liegt es dar­an, daß die­ser Papst – im Gegen­satz zu sei­nem Amts­vor­gän­ger – für lin­ke Welt­ver­bes­se­rer aus­ge­spro­chen ange­nehm ist. Und des­halb ein Sta­chel im Fleisch, wie die­ser Brief, fol­ge­rich­tig durch Ver­schwei­gen aus der Welt geschafft wer­den muss.

Jeden­falls sind bereits die ers­ten Sät­ze erschre­ckend: Da wen­den sich Gläu­bi­ge an ihren Hir­ten, um ihn um ein Tref­fen zu bit­ten und erhal­ten kei­ner­lei Ant­wort, ja nicht mal eine Emp­fangs­be­stä­ti­gung. Man beach­tet, die­se Men­schen ste­hen prak­tisch seit ihrer Tau­fe mit einem Bein im Mär­ty­rergrab. Die Abkehr vom Islam wird bekannt­lich mit dem Tod bestraft und soll­te einen Papst dazu ver­an­las­sen, die­se Kon­ver­ti­ten unter sei­nen beson­de­ren Schutz zu stel­len, es sei denn…


- Anzei­ge -

Nun, es sei denn, er hat kein Inter­es­se dar­an, dass Mus­li­me durch ihre freie Ent­schei­dung Chris­ten wer­den. Ist es aber nicht ein wesent­li­ches Ele­ment der christ­li­chen Bot­schaft, daß Evan­ge­li­um allen Men­schen zu ver­kün­den? Anders gesagt: Gehört es nicht auch zum Wesen der heu­ti­gen Kir­che, nach wie vor zu mis­sio­nie­ren? Da wir im Gegen­satz zum Islam aus unse­rer Geschich­te gelernt haben, selbst­ver­ständ­lich nur durch geleb­tes Bei­spiel, Über­zeu­gungs­kraft und auf der Grund­la­ge von Frei­wil­lig­keit?

Um es mit den Wor­ten der Kon­ver­ti­ten auf den Punkt zu brin­gen:

Wenn der Islam an sich eine gute Reli­gi­on ist, wie Sie [Fran­zis­kus] zu leh­ren schei­nen, war­um sind wir dann katho­lisch gewor­den? Stel­len Ihre Wor­te nicht unse­re gut begrün­de­te Wahl in Fra­ge … die wir auf die Gefahr unse­res Lebens getrof­fen haben? Der Islam schreibt die Tötung von Abtrün­ni­gen vor (Koran 4.89, 8.7−11). Wis­sen Sie das nicht? Wie ist es mög­lich, isla­mi­sche Gewalt mit so genann­ter christ­li­cher Gewalt zu ver­glei­chen?“

Deut­lich wird vor Rosi­nen­pi­cke­rei – wie sie mitt­ler­wei­le in den Medi­en, der Poli­tik und selbst im katho­li­schen Reli­gi­ons­un­ter­richt an der Tages­ord­nung ist – in Bezug auf den Koran gewarnt. Auch dabei geht es um das Weg­las­sen und Ver­leug­nen har­ter, schwarz auf weiß geschrie­be­ner Fak­ten, die die eige­ne ideo­lo­gi­sche Bla­se zum Plat­zen brin­gen wür­den. Freund­schaft mit dem Islam ist nicht gegen den Koran, die all­ge­mei­ne Lehr­mei­nung der Ima­me und den aus­drück­li­chen Wil­len so gut wie aller Mus­li­me mög­lich. Daß sich Freund­schaft nicht ein­sei­tig erzwin­gen lässt, ist eine Bin­sen­weis­heit, die man schon im Kin­der­gar­ten oder spä­tes­tens in der Grund­schu­le lernt.

In der Tat, solan­ge der Islam will, dass wir sein Feind sind, sind wir es, und alle unse­re Freund­schafts­be­teue­run­gen kön­nen nichts dar­an ändern. Im guten Stil des Anti­chris­ten besteht der Islam nur dar­in, der Feind aller zu sein: „Zwi­schen uns und euch gibt es nur Feind­schaft und Hass für immer, bis ihr aus­schließ­lich an Allah glaubt!“ (Koran 60,4) Für den Koran, sind die Chris­ten „nichts anders als Unrein­heit“ (Koran 9,28), „die Übels­ten der Schöp­fung“ (Koran 98,6), sie sind alle zur Höl­le ver­ur­teilt (Koran 4,48), so muss Allah sie ver­nich­ten (Koran 9.30). Man darf sich nicht von den als tole­rant bezeich­ne­ten Koran­ver­sen täu­schen las­sen, denn sie sind alle durch die Sure des Schwer­tes auf­ge­ho­ben wor­den (Koran 9,5). Wäh­rend das Evan­ge­li­um die gute Nach­richt Jesu ver­kün­det, der gestor­ben und auf­er­stan­den ist für das Heil aller, als die Erfül­lung des mit dem hebräi­schen Volk ein­ge­gan­gen Bun­des, hat Allah nichts ande­res zu bie­ten als den Krieg und das Töten von „Ungläu­bi­gen“ in Gegen­leis­tung sei­nes Para­die­ses: „Sie kämp­fen auf Allahs Weg, sie töten und wer­den getö­tet“ (Koran 9.111). Wir ver­mi­schen nicht den Islam mit den Mus­li­men, aber wenn für Sie der „Dia­log“ der Weg des Frie­dens ist, ist er für den Islam ein ande­rer Weg, um Krieg zu füh­ren. So wie es ange­sichts des Nazis­mus und Kom­mu­nis­mus war, ist Blau­äu­gig­keit gegen­über dem Islam selbst­mör­de­risch und sehr gefähr­lich.

Wie gefähr­lich der Papst mit dem Feu­er spielt, ver­an­schau­licht sei­ne Hal­tung in der sog. Flücht­lings­po­li­tik. Wäh­rend das rei­che mus­li­mi­sche Sau­di-Ara­bi­en die Auf­nah­me von Flücht­lin­gen mit der Begrün­dung ver­wei­gert, sie wür­den nicht zum Land pas­sen, wird offen­bar ver­sucht, das christ­li­che (oder wenigs­tens christ­lich gepräg­te) Euro­pa pas­send zu machen. Und zwar ohne Rück­sicht auf Ver­lus­te und los­ge­löst von rechts­staat­li­chen Grund­sät­zen. Mit ande­ren Wor­ten, wir sol­len uns anpas­sen und dabei häpp­chen­wei­se unse­re Frei­heit, Kul­tur und in letz­ter Kon­se­quenz auch Reli­gi­on auf­ge­ben. Das ist nicht Freund­schaft, das ist Unter­wer­fung. Heißt Islam nicht schon dem Wort nach „Unter­wer­fung“?

„Hei­ligs­ter Vater, Sie pre­di­gen die Auf­nah­me von Migran­ten ohne dar­auf zu ach­ten, dass sie Mus­li­me sind, wäh­rend das apos­to­li­sche Gebot dies ver­bie­tet: „Wenn einer zu euch kommt und die­se Leh­re nicht bringt, den nehmt nicht auf in das Haus und sagt ihm auch nicht den Gruß; wer ihm den Gruß ent­bie­tet, macht sich teil­haf­tig sei­ner bösen Wer­ke“ (2 Joh 1,10–11); „Wenn jemand euch ein ande­res Evan­ge­li­um ver­kün­det, als ihr emp­fan­gen habt, so sei er ver­flucht!“ (Gal 1,9).“

Es wird rich­tig fest­ge­hal­ten, daß Jesus an kei­ner Stel­le von uns ver­langt hat, uns von Mas­sen mus­li­mi­scher Wirt­schafts­flücht­lin­ge über­rol­len zu las­sen. Bemer­kens­wert ist, daß das Leid und Elend christ­li­cher Flücht­lin­ge und ver­folg­ter und offen dis­kri­mi­nier­ter Chris­ten in mus­li­mi­schen Mehr­heits­ge­sell­schaf­ten im Namen der „Freund­schaft“ eben­falls in den Skat gedrückt, also weg­ge­schwie­gen wird.

„Jesus hat nie gesagt: „Ich war ein Ein­dring­ling und ihr habt mich auf­ge­nom­men.“ Oder gar: „Ich war ein Frem­der und ihr habt mich auf­ge­nom­men.“ Genau wie „Ich war hung­rig und ihr habt mir kein Essen gege­ben“ (Mt 25, 35), kann nicht bedeu­ten, dass Jesus ger­ne ein Para­sit gewe­sen wäre, auch „Ich war ein Frem­der und ihr habt mich nicht will­kom­men gehei­ßen“, kann nicht bedeu­ten „Ich war ein Ein­dring­ling und du hast mich nicht will­kom­men gehei­ßen“. Aber „Ich brauch­te dei­ne Gast­freund­schaft für eine Wei­le, und ihr habt sie mir gege­ben“. … Nie geht es um die Tat­sa­che, einen Frem­den auf­zu­neh­men, der sei­ne Reli­gi­on und sei­ne Sit­ten bei­be­hält! Wir ver­ste­hen auch nicht, dass Sie die Mus­li­me auf­for­dern, ihre Reli­gi­on in Euro­pa aus­zu­üben. Die Inter­pre­ta­ti­on der Hei­li­gen Schrift darf nicht den Befür­wor­tern der Glo­ba­li­sie­rung über­las­sen wer­den, son­dern aus der Treue zur Tra­di­ti­on her­vor­ge­hen. Der Gute Hir­te ver­jagt den Wolf, er führt ihn nicht in die Schaf­her­de ein.“

Erschre­ckend fin­de ich daher auch das Bild von unse­rer Zukunft, daß unter den gegen­wär­ti­gen Umstän­den vor­ge­zeich­net ist. Man muss nicht Christ sein, um so nicht leben zu wol­len. Denn denen, die nicht Chris­ten oder Juden sind, wird es noch schlim­mer erge­hen.

„Wir haben den Ein­druck, dass Ihr Mit­bru­der Bischof Nona Amel, ein aus Mosul ver­bann­ter chaldäi­scher Erz­bi­schof, in der Wüs­te ruft: „Unse­re gegen­wär­ti­gen Lei­den sind der Auf­takt für die­je­ni­gen, die ihr, Euro­pä­er und west­li­che Chris­ten, in naher Zukunft erlei­den wer­det. Ich habe mei­ne Diö­ze­se ver­lo­ren. Der Sitz mei­ner Erz­diö­ze­se und mein Apos­to­lat wur­de von radi­ka­len Isla­mis­ten besetzt, die wol­len, dass wir kon­ver­tie­ren oder ster­ben. (…) Sie neh­men in ihrem Land immer mehr Mus­li­me auf. Sie sind auch in Gefahr. Sie müs­sen star­ke und muti­ge Ent­schei­dun­gen tref­fen (…). Sie den­ken, dass alle Men­schen gleich sind, aber der Islam sagt nicht, dass alle Men­schen gleich sind. (…) Wenn sie das nicht sehr schnell ver­ste­hen, wer­den sie zu den Opfern des Fein­des, den sie in ihrem Haus auf­ge­nom­men haben“ (9. August 2014). Es geht um Leben und Tod, und jede Selbst­ge­fäl­lig­keit gegen­über dem Islam ist Ver­rat. Wir wol­len nicht, dass der Wes­ten sich wei­ter isla­mi­siert und dass Ihre Hand­lun­gen dazu bei­tra­gen. Wohin soll­ten wir gehen, um erneut Zuflucht zu suchen?
Erlau­ben Sie uns, Eure Hei­lig­keit zu bit­ten, schnell eine Syn­ode über die Gefah­ren des Islam ein­zu­be­ru­fen. Was ist von der Kir­che übrig­ge­blie­ben, wo sich der Islam nie­der­ge­las­sen hat? Wenn ihr noch Stadt­recht gewährt wird, dann ist es in Dhim­mitu­de (als Schutz­be­foh­le­ne), vor­aus­ge­setzt, dass sie nicht evan­ge­li­siert, dass sie sich des­halb selbst ver­leug­nen muss…“

Die Aus­sich­ten sind schreck­lich. Die Wor­te hart und deut­lich. Aber es besteht Hoff­nung. Hoff­nung, daß die Kir­che, Regie­run­gen, Poli­ti­ker und frei­heits­lie­ben­de Men­schen auf­wa­chen und sich ihrer eige­nen Ver­knech­tung Dok­trin ent­ge­gen stel­len. Mit Got­tes Hil­fe wer­den wir es schaf­fen! Wie groß muss das Leid noch wer­den?

Fol­gen wir des­halb dem Appell der katho­li­schen Ex-Mus­li­me, for­dern wir unser Recht auch in der Kir­che nicht nur gegen­über dem Papst, son­dern auch gegen­über Bischö­fen, Pries­tern und Funk­tio­nä­ren ein. Rüt­teln wir end­lich die Chris­ten­heit wach!

„Im Inter­es­se von Gerech­tig­keit und Wahr­heit muss die Kir­che offen zei­gen, war­um die Argu­men­te des Islam, den christ­li­chen Glau­ben zu läs­tern, falsch sind. Wenn die Kir­che den Mut dazu hat, bezwei­feln wir nicht, dass Mil­lio­nen, Mus­li­me und ande­re Män­ner und Frau­en, die den wah­ren Gott suchen, sich bekeh­ren wer­den.“


In den Zita­ten wur­den teil­wei­se wei­te­re Her­vor­he­bun­gen ein­ge­fügt. Hier der voll­stän­di­ge Text:Ehe­ma­li­ge Mus­li­me, die katho­lisch gewor­den sind, und deren Freun­de, an Sei­ne Hei­lig­keit Papst Fran­zis­kus, über sei­ne Hal­tung gegen­über dem Islam“ Eine ent­spre­chen­de Peti­ti­on kann man dort eben­falls unter­zeich­nen.

Wei­te­re Arti­kel zum The­ma:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.