Neuzelle
Catholica | Zeitgeschehen

Ein Papst, der seine Kirche zerstören will
Franziskus gegen Beschränkung der Migration nach Europa

25. August 2017

Ein Papst, der die Kir­che zer­stört? Har­te Wor­te. Aber für die „Bot­schaft von Papst Fran­zis­kus zum 104. Welt­tag des Migran­ten und Flücht­lings 2018” ver­mag ich lei­der kei­ne ande­ren zu fin­den. Fran­zis­kus for­dert dar­in nicht weni­ger als die Preis­ga­be Euro­pas: Ein­wan­de­rung und Ein­bür­ge­rung für alle, die kom­men wol­len. Alle. Abschie­bun­gen soll es außer­dem nicht mehr geben. Statt des­sen das Recht auf Einwanderung.

Ein Papst, der ver­langt, das 2000 Jah­re alte christ­li­che Euro­pa, das z.T. mit uner­mess­li­chem Blut­zoll ver­tei­digt wur­de, plötz­lich sei­nen Fein­den aus­zu­lie­fern, ist nicht mein Papst. 2009 bin ich unter ande­ren Vor­aus­set­zun­gen in die Katho­li­sche Kir­che ein­ge­tre­ten, und einem ande­ren Papst.


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Kir­chen­recht­lich betrach­tet, ist die­se „Bot­schaft“ nicht ver­bind­lich. Es eine Mei­nungs­äu­ße­rung, ein poli­ti­sches Papier. Trotz­dem ist es dazu geeig­ne­te, den Keil zwi­schen Papst und dem (wahr­haf­tig) katho­li­schen Euro­pa ein bedeu­ten­des Stück tie­fer zu schla­gen. Vie­le war­ten nur noch auf den Bruch, auf die neu­er­li­che Kir­chen­spal­tung, das gro­ße Schis­ma der Postmoderne.

Das Pon­ti­fi­kat Fran­zis­kus‘ ist ein selbst­zer­stö­re­ri­sches Pon­ti­fi­kat. Den­ken wir auch an den Streit um „Amo­ris Lae­ti­tia”, dem umstrit­te­nen nach­syn­oda­len Schrei­ben, mit dem Fran­zis­kus die Ein­heit der Leh­re fak­tisch auf­ge­ge­ben und die Dul­dung des Kon­ku­bi­nats ein­ge­führt hat. Sei­ne Ver­wei­ge­rung Kir­chen­recht und Leh­re ver­bind­lich durch­zu­set­zen ist bekannt. Statt des­sen wer­den Abwei­chung und Miss­ach­tung sogar noch protegiert.

Mir fällt schon län­ger auf, dass die­ser Papst – im Gegen­satz zu sei­nen bei­den Vor­gän­gern – an der brei­ten Basis der Kir­che prak­tisch nicht statt fin­det. Als geist­li­cher Füh­rer hat er uns auch kaum etwas zu sagen. Dafür ist er in der Öffent­lich­keit als poli­ti­scher Träu­mer um so präsenter.

Es steht eine „Pro­fes­sio fidei” im Raum, eine öffent­li­ches Glau­bens­be­kennt­nis des Paps­tes, das frei­lich auch ein Bekennt­nis zur katho­li­sche Leh­re ein­schlie­ßen müss­te. Die­ses Bekennt­nis gaben frü­her Päps­te ab, wenn der Glau­be ernst­haft in Gefahr war. Mög­lich wären auch ein kano­ni­sches Ver­fah­ren oder eine for­ma­le Zurecht­wei­sung.

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