Frauen in Afghanistan
Zeitgeschehen

Das liberale Märchen über die Nikab | Kacem El Ghazzali
Verschleierung ist verletzt Menschenrechte

2. August 2017

Vor ein paar Tagen habe ich auf das Enga­ge­ment von Terre des Femmes für ein Ver­schleie­rungs­ver­bot an Schu­len hin­ge­wie­sen. Dabei ging auch um die angeb­lich frei­wil­li­ge Ent­schei­dung der Frau­en und Mäd­chen, sich zu ver­schlei­ern. Autor und Men­schen­rechts­ak­ti­vist Kacem El Ghazz­a­li hat in sei­nem Blog einen sehr mit­rei­ßen­den Appell gegen das „Das libe­ra­le Mär­chen aus tau­send­und­ei­ner Nacht über die Nikab” ver­fasst. Er schreibt:

„Nichts ist an einer Bur­ka oder einem Niqab libe­ral, und es ist auch nichts pro­gres­siv an jenen, die sie ver­tei­di­gen oder den Niqab als «reli­giö­ses und kul­tu­rel­les Recht» ver­klä­ren. Der Niqab ist nicht nur eine kul­tu­rel­le und reli­giö­se Tra­di­ti­on, son­dern auch ein Sym­bol der geschlechts­spe­zi­fi­schen Dis­kri­mi­nie­rung. Wer wun­der­te sich nicht wäh­rend der Som­mer­fe­ri­en … über jene Frau­en in Niqabs, die von ihren Män­nern in Mar­ken-Jeans und T-Shirts beglei­tet wur­den? Die Ver­nunft sagt, dass dies klar ein Werk­zeug der abso­lu­ten Dis­kri­mi­nie­rung ist, basie­rend auf dem Geschlecht: einer­seits ein Recht für den Mann, ande­rer­seits ein ande­res Recht für die Frau. Sol­che Gepflo­gen­hei­ten dür­fen in Län­dern, in denen die Gleich­stel­lung von Mann und Frau eine der wich­tigs­ten Säu­len einer libe­ra­len Gesell­schaft ist, nicht gedul­det wer­den.“

Die­se Zei­len ent­stam­men der Feder eines Man­nes, der 2011 von Marok­ko in die Schweiz geflo­hen ist und sich selbst als Athe­ist bezeich­net.

Den voll­stän­di­gen Bei­trag könnt ihr hier lesen: Das libe­ra­le Mär­chen aus tau­send­und­ei­ner Nacht über die Nikab


Titel­fo­to: 45156207.jpg (Aus­schnitt) by MOD/​MOD, OGL, Link 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.