Pelmeni
Rezepte

Рождество – Weihnachten in Russland 
„Weihnachten international – Genuss&Tradition“

18. Dezember 2016

Heu­te geht es um Weih­nach­ten in Russ­land und – in Teil 2 – beson­ders dar­um, was man dort tra­di­tio­nell zu Weih­nach­ten ißt. Die­ser Bei­trag soll­te eigent­lich schon zum 1. Advent fer­tig sein. Heu­te ist nun schon der 3. Advent. Ich bin also mal wie­der sehr spät dran. Mein The­ma kommt mir da aber etwas ent­ge­gen, da Weih­nach­ten in Russ­land erst im Janu­ar gefei­ert wird.  Die­ser Bei­trag ist zugleich Teil der Blog­pa­ra­de „Weih­nach­ten inter­na­tio­nal – Genuss & Tra­di­ti­on” bei „Casa Sel­va­ne­gra“ [mit­ler­wei­le lei­der off­line] und nun auch bei „Link your staff“ von Meert­je. (Bit­te habt Ver­ständ­nis, dass ich mich an die­ser Stel­le nicht zur Poli­tik in und gegen­über Russ­land äuße­re.)

Wenn ich dar­über nach­den­ke, was mir aus mei­nen immer­hin neun Jah­ren Rus­sisch­un­ter­richt in der Schu­le über Weih­nach­ten ein­fällt, so ist das recht wenig: Am (gre­go­ria­ni­schen) Sil­ves­ter stell­te man Ёлка (Jol­ka), den (geschmück­ten) Tan­nen­baum auf. Um die­sen wird fröh­lich getanzt. Sil­ves­ter bringt Дед Мороз (Djed Maros – Väter­chen Frost), beglei­tet von sei­ner Enke­lin Снегурочка (Sne­gu­rot­sch­ka – Schnee­flöck­chen), den Kin­dern die Geschen­ke. Das Gan­ze nann­te man nicht Weih­nach­ten (logisch, da Sil­ves­ter), son­dern Jol­ka-Fest. Ein rus­si­sches Kin­der­lied haben wir damals auch gelernt. Ich bekom­me es noch gut genug zusam­men, um es auf You­tube zu fin­den: Маленькой елочке холодно зимой („Klei­nes Tan­nen­bäum­chen – kal­ter Win­ter“; ich kann’s ja doch noch!). Es gibt auch eine Ver­si­on auf Deutsch.


- Anzei­ge -

Das sozia­lis­tisch-kor­rek­te „Weih­nach­ten“ wur­de uns damals als ein Mär­chen­fest ohne reli­giö­sen Bezug prä­sen­tiert. Das christ­li­che Weih­nachts­fest zu fei­ern, war in der Sowjet­uni­on offi­zi­ell ver­bo­ten. Väter­chen Frost und Sne­gu­rot­sch­ka sind rus­si­sche Mär­chen­fi­gu­ren, die bereits in der zwei­ten Hälf­te des 19. Jahr­hun­derts popu­lär wur­den. Dabei war Väter­chen Frost zunächst kein Weih­nachts­man­ner­satz und schon gar kein ver­kapp­ter Niko­laus, son­dern der per­so­ni­fi­zier­te Win­ter oder – nach ande­rer Les­art – ein mäch­ti­ger Zau­be­rer, der den Win­ter beherrscht. Ande­re ost­eu­ro­päi­sche Län­dern über­nah­men ihn wäh­rend der kom­mu­nis­ti­schen Herr­schaft. Ёлка (Jol­ka) („Tan­nen­baum(-Fest)“)  selbst ist ein künst­lich geschaf­fe­nes Fest, ein athe­is­ti­scher Weih­nachts­er­satz. Aller­dings hat es sich mit den Jah­ren so eta­bliert, dass es sich auch nach Wie­der­ein­füh­rung des ortho­do­xen Weih­nachts­fes­tes als Geschen­ke­fest für Kin­der behaup­ten kann. Mitt­ler­wei­le nähert sich Väter­chen Frost in sei­ner Dar­stel­lung aber immer mehr dem US-ame­ri­ka­ni­schen San­ta Claus an.

Die 1990er Jah­re brach­ten nicht nur die Wie­der­ge­burt des alten und zugleich neu­en Russ­lands. Auch die Rus­sisch-Ortho­do­xen Kir­che stieg wie Phö­nix aus der Asche qua­si zur Staats­re­li­gi­on auf. Рождество Христово (Rosch­dest­wo Chris­to­wo – Chris­ti Geburt), wie das Weih­nachts­fest der Rus­sisch-Ortho­do­xen Kir­che heißt, darf wie­der gefei­ert wer­den. Inwie­fern der ursprüng­li­che Brauch, sich Weih­nach­ten mit Ess­ba­rem zu beschen­ken,  wie­der auf­ge­lebt ist, kann ich nicht sagen. In man­chen Fami­lie sol­len die Kin­der die Geschen­ke jeden­falls erst am 7. Janu­ar bekom­men.

Da sich die Rus­sisch-ortho­do­xe Kir­che am Julia­ni­schen Kalen­der ori­en­tiert, fei­ert sie der­zeit alle Fes­te 13 Tage spä­ter als wir. Damit fällt der Hei­li­ge Abend auf den 6. Janu­ar und dem­nach der Ers­te Weih­nachts­tag auf den 7. Janu­ar. Auch wird noch die 40tägige Fas­ten­zeit vor Weih­nach­ten (ab dem 28.November) prak­ti­ziert, die aber nicht so streng ist, wie vor Ostern.

Zen­trum und Sym­bol der Wie­der­her­stel­lung der Rus­sisch-Ortho­do­xen Kir­che und der rus­si­schen Nati­on über­haupt ist die Храм Христа  Спасителя (Chram Chris­ta Spa­si­tel­jaChrist-Erlö­ser-Kathe­dra­le) in Mos­kau. Ursprüng­lich im 19. Jahr­hun­derts zum Geden­ken an den ver­lust­rei­chen Sieg über Napo­le­on in 44 Jah­ren Bau­zeit errich­tet (Wei­he am 26. Mai 1883), wur­de die Kir­che auf Geheiß Sta­lins zunächst geschlos­sen und schließ­lich am 5. Dezem­ber 1931 gesprengt. An ihrer Stel­le ent­stand 1960 ein Schwimm­bad.

Schon 1990 grün­de­te sich eine Bür­ger­initia­ti­ve für den Wie­der­auf­bau, 1995 wur­de eine staat­li­che Stif­tung errich­tet und eif­rig Spen­den­mit­tel gesam­melt. Das Schwimm­bad wur­de abge­ris­sen und am 7. Janu­ar 1995 der Grund­stein für die Kir­che gelegt. Am 19. August 2000 konn­te die Ein­wei­hung durch Patri­arch Ale­xi­us II. erfol­gen. Die Bau­kos­ten von 170 Mil­lio­nen Dol­lar wur­den aus­schließ­lich durch Spen­den auf­ge­bracht. Der Wie­der­auf­bau war damit für Russ­land genau­so sym­bol­träch­tig wie für uns der der Dresd­ner Frau­en­kir­che. Die Christ-Erlös­ter-Kathe­dra­le ist mit 103,5 m (ein­schließ­lich Kup­pel­kreuz) aller­dings höher als die Frau­en­kir­che mit 91,23 m.

In der Christ-Erlö­ser-Kathe­dra­le fin­det der Haupt­got­tes­dienst der Rus­sisch-Ortho­do­xen Kir­che statt, an dem fünf- bis sechs­tau­send Men­schen teil­neh­men, dar­un­ter auch der rus­si­sche Prä­si­dent. Obwohl die drei­stün­di­ge Weih­nachts­mes­se erst um 23 Uhr beginnt, ist die Kir­che bereits um 20 Uhr voll. An hohen Fes­ten muss man auch bei uns in der Kathe­dra­le 1,5 bis 2 Stun­den vor Beginn der Hl. Mes­se in der Kir­che sein, um einen guten Sitz­platz im Haupt­schiff zu bekom­men. 3 Stun­den sind aber dann schon hef­tig, zumal es in ortho­do­xen Kir­chen kei­ne Bän­ke gibt, auf denen man sich’s beim War­ten bequem machen kann. (Lie­be Mädels, falls ihr jemals eine ortho­do­xe Kir­che besu­chen soll­tet: Da trägt man Rock und eine Kopf­be­de­ckung.)

Bei You­tube kann man sich die kom­plet­te Weih­nachts­mes­se in der Christ-Erlö­ser-Kathe­dra­le aus ver­schie­de­nen Jah­ren anschau­en. Ich ver­link­te hier nur ein Video von etwas über sechs Minu­ten mit Unter­ti­teln in Eng­lisch, das bereits einen guten Ein­druck ver­mit­telt: Rus­si­an ORTHODOX CHRISTMAS Ser­vice at ‚CHRIST the SAVIOR CATHEDRAL‘ Moscow, RUSSIA .

Zuletzt noch ein paar Aus­füh­run­gen dazu, was es in Russ­land zu Weih­nach­ten (fast) nicht gibt: Ursprüng­lich gab es nicht ein­mal Weih­nachts­märk­te. Sie haben sich erst nach west­li­chem Vor­bild in den letz­ten Jah­ren, wie etwa in Mos­kau der Straß­bur­ger Markt vom Hei­lig­abend der West­kir­che (24. Dezem­ber) bis zum ortho­do­xen Weih­nachts­fest, eta­bliert. Hier gibt Christ­baum­schmuck, Plätz­chen und Glüh­wein zu kau­fen. Advents­ka­len­der und Advents­kranz fan­den dage­gen noch nicht ihren Weg nach Russ­land.

Völ­lig bedeu­tungs­los ist unser Weih­nachts­da­tum auch in Russ­land nicht: Eine Umfra­ge von 2014 ergab, dass neben den 72% der Rus­sen, die am 7. Janu­ar Weih­nach­ten fei­ern, immer­hin noch 6% katho­li­sche Weih­nach­ten am 25. Dezem­ber fei­ern.

In Russ­land ist es üblich, bereits vor­ab Glück­wün­sche zu einem Fest aus­zu­spre­chen. Des­halb wün­sche ich an die­ser Stel­le schon mal:

С наступающим Рождеством!

(S nas­tu­pa­ju­schim rasch­dist­wom) Wört­lich heißt das „zu bevor­ste­hen­den Weih­nach­ten“. Die Wün­sche selbst lässt man im Rus­si­schen ein­fach weg. Auch zum Geburts­tag kann man nur mit den Wor­ten „Zum Geburts­tag!“ gra­tu­lie­ren.

Zum Wei­ter­le­sen und -anschau­en:


- Teil2 -

Pelmeni

Wie in Teil 1 ange­kün­digt, geht es heu­te um rus­si­sches Weih­nachts­es­sen. Ich schrieb bereits, dass an Hei­lig­abend – Сочельник (Sochel­nik) – die 40tägige Fas­ten­zeit vor Weih­nach­ten endet.

Die Bezeich­nung Сочельник (Sochel­nik) geht auf Сочиво (Sochivo) zurück, die aus dem Alt­rus­si­schen stam­men­de Bezeich­nung für eine aus ein­ge­weich­ten Getrei­de­kör­nern gewon­ne­ne Getrei­de­milch(?), mit der in der Fas­ten­zeit But­ter (wie soll das gehen???) ersetzt wur­de. Dar­aus wur­de zu beson­de­ren Fes­ten ein tra­di­tio­nel­les Getrei­de­ge­richt namens (Кутья – Kut­ja). Soweit ich das her­aus­fin­den konn­te, wird heu­te das ursprüng­li­che Kut­ja in der Regel als Sochivo bezeich­net.

Frü­her kam die Fami­lie nach der Weih­nachts­mes­se zusam­men, um gemein­sam Sochivo zu essen. Fleisch­los, weil nach der ortho­do­xen Tra­di­ti­on die Fas­ten­zeit erst endet, wenn sich am Mor­gen­grau­en des Weih­nachts­ta­ges der ers­te Licht­strahl am Him­mel zeigt. Sochivo steht für Unsterb­lich­keit, Glück und Erfolg. Auch erin­nert es an den Pro­phe­ten Dani­el, der zehn Tage fas­te­te. Ser­viert wur­de das Gericht in einer gro­ßen Schüs­sel, aus der die gan­ze Fami­lie gemein­sam aß.

Es war auch Brauch, an die­sem Tag etwas Heu als Sym­bol für die Krip­pe unter das Tisch­tuch zu legen. Es wur­den ins­ge­samt zwölf ver­schie­de­ne (fleisch­lo­se!) Gerich­te ser­viert, die für die zwölf Apos­tel Jesu ste­hen. Neben Сочиво (Sochivo) sind waren das etwa  Блини (Bli­ni)Оладьи (Olad­ji), Пироги (Piro­gi) mit Pilz- oder Gemü­se­fül­lung, Колядки (Kol­jad­ki – stern­för­mi­ge Weih­nacht­spi­ro­gi). Getrun­ken wur­de Взвар (Wzwar), ein Kom­pott aus getrock­ne­ten Äpfeln, Bir­nen und Pflau­men. Rus­si­sches Kom­pott ist anders als deut­sches, näm­lich viel Flüs­sig­keit mit wenig Früch­ten.

Heu­te ist das Weih­nachts­es­sen nur noch in gläu­bi­gen Fami­li­en ohne Fleisch, bei den ande­ren ist es ein Fest­mahl, bei dem es an nichts feh­len darf.

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Сочиво (Sochivo)

Tra­di­tio­nell wird Sochivo mit Wei­zen­kör­nern zube­rei­tet. Man kann aber auch ande­res Getrei­de neh­men – die wohl gefäl­ligs­te Vari­an­te der Süß­spei­se besteht aus Reis. Frü­her war das vom Reich­tum der Fami­lie anhän­gig. Ich muss­te mich zwi­schen Din­kel und Reis ent­schei­den. Auch gibt es natür­lich ver­schie­de­ne Vari­an­ten des Sochivo: ver­schie­de­ne Getrei­de, ver­schie­de­ne Nüs­se (auch Erd­nüs­se!), Zucker statt Honig, mit oder ohne Mohn/​Zimt/​Trockenfrüchte… Rosi­nen als Zutat sind erst ab dem 19. Jahr­hun­dert über­lie­fert.

Es ist ein alter Brauch, eine ein­zel­ne Boh­ne unter das Getrei­de zu men­gen. Wer sie fin­det, hat Glück im neu­en Jahr.

Zutaten:

  • 200g Wei­zen (nicht vor­ge­kocht)
  • 400 ml Was­ser
  • 200 g Rosi­nen
  • 50 g – 100 g Nüs­se (Man­deln, Wal­nüs­se)
  • 100 g Mohn
  • 2 bis 3 EL Honig (oder 50 bis 100 g Zucker)
  • 1 TL Zimt

Zubereitung:

Das Was­ser zum Kochen brin­gen und den Wei­zen dar­in etwa 15 Minu­ten auf klei­ner Flam­me weich kochen. Etwa eine Stun­de zie­hen las­sen, damit er wei­ter auf­quellt.

Die Rosi­nen in einem eige­nen Topf in Was­ser weich kochen und absei­hen. Die Nüs­se zer­klei­nern. Den Mohn bei Bedarf mah­len, mit den Rosi­nen, dem Honig und den Nüs­sen ver­men­gen und zum Wei­zen geben.

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Блини (Blini)

Jetzt zum viel­leicht rus­sischs­ten aller rus­si­schen Gerich­te, den Bli­ni. Sie erin­nern mich nicht nur dem Namen nach an unse­re säch­si­schen Plin­sen. Eier­ku­chen gibt es so gut wie in jedem Land. Das Beson­de­re an den Bli­ni ist, dass sie aus Hefe­teig zube­rei­tet wer­den. Es gibt aber auch Vari­an­ten ohne Hefe.

Tra­di­tio­nell wer­den sie aus Buch­wei­zen­mehl zube­rei­tet, in der moder­ne­ren Vari­an­te auch aus Wei­zen­mehl.

Zutaten:

  • 3 Tas­sen Mehl
  • 3 Tas­sen Milch (Zim­mer­tem­pe­ra­tur)
  • 1 Tas­se Was­ser (lau­warm)
  • 2–3 Eier (Eiweiß und -gelb getrennt)
  • 3–4 EL zer­las­se­ne, aber nicht mehr hei­ße But­ter
  • 1–2 EL Zucker
  • 40 g Hefe, frisch
  • 1 Pri­se Salz

Zubereitung:

Die Hefe, 1 TL Zucker und eine Tas­se Mehl im lau­war­men Was­ser ver­rüh­ren und etwa eine hal­be Stun­de an einem war­men Ort abge­deckt gehen las­sen. Das Eigelb mit dem Zucker auf­schla­gen, mit der zer­las­se­nen But­ter zum Teig geben und ver­rüh­ren.

Das rest­li­che Mehl und die Milch abwech­selnd nach und nach zum Teig geben. Eine hal­be Stun­de gehen las­sen. Das Eiweiß mit dem Salz auf­schla­gen, unter den Teig geben und noch­mals eine hal­be Stun­de gehen las­sen. Dann ist der Teig fer­tig. Nicht mehr wei­ter rüh­ren!

Eine guss­ei­ser­ne Pfan­ne erhit­zen und etwas Öl hin­ein geben. Eine Kel­le Teig in die Pfan­ne geben und dar­auf ach­ten, dass er sich über die gesam­te Flä­che ver­teilt. Bli­ni bei mitt­le­rer Hit­ze von bei­den Sei­ten gold­braun backen.

Die fer­ti­gen Bli­ni auf einen Tel­ler über­ein­an­der sta­peln. Mit zer­las­se­ner But­ter bestrei­chen und mit Sme­ta­na („Sah­ne”) sowie Kavi­ar, Mar­me­la­de oder Honig ser­vie­ren. Rus­si­sche Sme­ta­na ist am bes­ten mit Schmand zu erset­zen. Pol­ni­sche Sme­ta­na geht natür­lich auch.

Оладьи (Oladji)

Olad­ji  sind klei­ne, etwas dicke­re Bli­ni, die meist statt mit Hefe mit Kefir oder But­ter­milch zube­rei­tet wer­den.

Пирог, пироги и колядки (Pirog, Pirogi und Koljadki)

Pirog eine Pas­te­te, die meist aus Hefe­teig ent­we­der mit Apfel­fül­lung oder einer nicht-süßen Fül­lung (Fleisch, Fisch, Eier, Weiß­kraut) zube­rei­tet wird.

Piro­gi sind (klei­ne­re) Teig­ta­schen aus Hefe- oder Blät­ter­teig mit einer Fül­lung (Hack­fleisch, Inne­rei­en, Fisch, Eier, Käse, Quark, Pil­ze,  Reis, Weiß­kohl, Äpfel, Mar­me­la­de). Es gibt zahl­rei­che regio­na­le Vari­an­ten des Rezepts und der Fül­lun­gen.

Hefeteig:

  • 800 g Mehl
  • ca. 500 ml Milch
  • 40 g Hefe
  • 3 EL Zucker
  • Pri­se Salz
  • 1 Ei
  • 5 EL zer­las­se­ne But­ter oder Öl

Aus den Zuta­ten einen Hefe­teig zube­rei­ten (dabei Ei, But­ter, Zucker, Salz schau­mig schla­gen), min­des­tens zwei­mal für ca. eine hal­be Stun­de gehen las­sen.

 Weißkraut-Füllung:

Einen hal­ben Kohl­kopf, zwei mitt­le­re Zwie­beln und drei hart gekoch­te Eier klein schnei­den. Kraut 10 Minu­ten k0chen und abtrop­fen las­sen. Zwie­beln in 1 EL But­ter andüns­ten,  Weiß­kraut dazu geben und etwas mit­bra­ten. Abküh­len las­sen, Eier zuge­ben und sal­zen.

Den Teig aus­rol­len und mit einer Unter­tas­se oder einer klei­nen Schüs­sel Krei­se aus­ste­chen. Fül­lung in die Mit­te der Kreis geben und die Tei­grän­der gut zusam­men­drü­cken. Mit der Naht nach unten auf ein geöl­tes Back­blech legen. Mit Ei oder zer­las­se­ner But­ter bestrei­chen und bei 180 Grad etwa 20 Minu­ten backen.

Колядки (Koljadki)

Kol­jad­ki  sind stern­för­mi­ge, klei­ne Piro­gi aus Rog­gen­mehl oder einer Rog­gen-/ Wei­zen­mehl­mi­schung. Die Fül­lung besteht aus Kar­tof­feln, Quark oder Gemü­se.

Zube­rei­tung: 200 g Mehl mit 100 ml Milch­/But­ter­milch­/­Sch­man­d/­Was­ser-Mischung ver­rüh­ren und eine hal­be Stun­de abge­deckt ruhen las­sen. Aus­rol­len, for­men und mit einem EL Fül­lung fül­len. Für etwa 15 Minu­ten bei etwa 200 Grad backen, noch heiß mit zer­las­se­ner But­ter bestrei­chen.

(Взвар) Wzwar

Wzwar ist ein Getränk aus Dörr­obst. Das Rezept fin­det ihr hier - die deut­sche Über­set­zung ist zwar etwas selt­sam, aber trotz­dem ver­ständ­lich.

Der Begriff „Wzwar“ wird auch für Soßen all­ge­mein ver­wen­det.

Letz­te Aktua­li­sie­rung: 28. Mai 2018 @ 14:15

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