Bucheckern
Natur&Garten | Rezepte

[Rezept:] Bucheckern-Dinkelbrot 
Mit selbst gesammelten Bucheckern aus dem Wald

23. Oktober 2016

Hier ist end­lich der lan­ge ange­kün­dig­te Bei­trag zum Buch­eckern­brot. Ich hat­te ja im Wald Buch­eckern gesam­melt. Das Sam­meln war nicht das Pro­blem. Als wirk­lich müh­sam erwies sich das Schä­len der Buch­eckern, das eini­ge sehr lan­ge Aben­de in Anspruch genom­men hat.

Die so gewon­ne­nen Buch­eckern­ker­ne muss­te ich dann noch in einer Eisen­pfan­ne ohne Fett anrös­ten. Buch­eckern soll­te man bes­ser nicht (in grö­ße­ren Men­gen) roh ver­zeh­ren, denn sie ent­hal­ten den schwach gif­ti­gen Stoff „Fagin“, der durch das Rös­ten unschäd­lich gemacht wird. Da das Rös­ten zudem das Aro­ma ver­stärkt, habe ich nicht dar­auf ver­zich­tet, obwohl sie beim Backen auch aus­rei­chend erhitzt wer­den.


- Anzei­ge -

Zutaten:

  • 1 kg Din­kel­voll­korn­mehl
  • 1 Wür­fel fri­sche Hefe
  • Pri­se Zucker
  • ½ bis 1 TL Salz (evtl. auch mehr, je per­sön­li­cher Vor­lie­be)
  • lau­war­mes Was­ser (etwa 700 ml, bes­ser reich­lich bereit­stel­len)
  • etwa 100- 150 g gerös­te­te Buch­eckern­ker­ne

Zubereitung:

Das Mehl auf ein gro­ßes Holz­brett oder die Arbeits-/Tisch­plat­te schüt­ten. In der Mit­te eine Ver­tie­fung machen und die Hefe hin­ein­brö­seln. Eine Pri­se Zucker dar­über streu­en und mit 2–3 EL lau­war­men Was­ser und ein wenig Mehl in der Ver­tie­fung ver­mi­schen. Mit Mehl von außen bede­cken, einem Geschirr­tuch abde­cken und an einem war­men, zug­frei­en Ort gehen las­sen.

Bucheckern-Dinkel-Brot

Nach etwa 20 Minu­ten soll­te sich etwas getan haben. Der Berg ist jetzt sicht­bar gewach­sen und hat Ris­se bekom­men. Jetzt das Salz dar­über streu­en.

Nun – begin­nend mit der auf­ge­gan­ge­nen Hefe­mas­se – nach und nach das gesam­te Mehl mit den Hän­den zu einem geschmei­di­gen Teig ver­kne­ten. (Rin­ge und Uhren vor­her able­gen – macht sich bes­ser.) Dabei immer wie­der klei­ne Por­tio­nen Was­ser zufü­gen. Und zwar nur soviel, wie der Teig auf­neh­men kann ohne kleb­rig zu blei­ben. Irgend­wann habt ihr einen schö­nen Brot­teig und alles Mehl ist ver­ar­bei­tet.

Bucheckern-Dinkel-Brot

Jetzt wer­den die Buch­eckern unter­ge­kne­tet bis sie gleich­mä­ßig im Teig ver­teilt sind. Aus dem Teig eine Kugel for­men. Wie­der abde­cken und noch­mals gehen las­sen, bis sie deut­lich grö­ßer gewor­den ist. Die Dau­er hängt von der Raum­tem­pe­ra­tur ab. Gro­be Ori­en­tie­rung: eine Stun­de. (Dass die Kugel auf dem Bild nicht grö­ßer ist, liegt nur am ver­än­der­ten Zoom.)

Bucheckern-Dinkel-Brot

Den Teig mehr­mals kräf­tig auf die Arbeits­un­ter­la­ge schla­gen, einen Brot­laib for­men, ein­schnei­den. Euer „Brot“ kann gern eher etwas kugel­för­mig sein, das wird beim Backen von allein brei­ter.

Bucheckern-Dinkel-Brot

Bei 200 Grad ab in den Ofen (Vor­hei­zen nicht not­wen­dig), auf einem mit Back­pa­pier beleg­ten Back­blech oder Rost. Back­zeit ist etwa eine Stun­de. Ich ent­schei­de hier auch nach Gefühl. Wenn das Brot fer­tig aus­sieht, also gebräunt ist, vor­sich­tig mit dem Fin­ger­knö­chel dar­auf klop­fen. Wenn es hohl klingt, ist das Brot fer­tig. Im Zwei­fel aber lie­ber län­ger backen, evtl. nur noch mit Unter­hit­ze.

Dinkel-Bucheckern-Brot

Abküh­len las­sen und auf­es­sen!

Dinkel-Bucheckern-Brot

Ich habe kei­ne wei­te­ren Gewür­ze ver­wen­det, damit der nussig-aro­ma­ti­sche Geschmack der Buch­eckern ganz zur Gel­tung kommt.

Die­ser Bei­trag nimmt an der Link­par­ty „Mon­tags­freu­den“ vom 24.10.2010 teil.

Letz­te Aktua­li­sie­rung: 24. Mai 2018 @ 1:01

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