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Chiasamen – „Superfood“ zum Abnehmen? 
Gesund, wenn man es mag

1. August 2016

Als ich das Rezept für den „Chia­sa­men-Pud­ding” mit Man­go bei Nina ent­deckt habe, war das für mich der Anstoß, mich etwas näher mit Chia­sa­men zu befas­sen. Wie bei mei­ner Bei­trä­gen über ein­zel­ne Zuta­ten will ich ganz genau wis­sen, was es ist und wo er her­kommt. Was mir zuerst in Auge stach: Mit Chia­sa­men kann man abneh­men???

Zunächst ein­mal: Chia­sa­men soll mord­mä­ßig gesund sein. Reich an Anti­oxi­dan­ti­en, Pro­te­inen, Bal­last­stof­fen, Vit­ami­nen, Mine­ral­stof­fen und ganz beson­ders an Ome­ga-3-Fett­säu­ren. Sie sol­len das Schlag­an­fall- und Herz­in­fak­tri­si­ko und den Blut­zu­cker­spie­gel sen­ken. Zum Abneh­men sol­len sie des­halb tau­gen, weil sie mit wenig Kalo­ri­en satt machen. Und glu­ten­frei sind Chia­sa­men auch. Des­halb gel­ten Chia­sa­men heu­te als „Super­food”.

Chia ist aber nicht unum­strit­ten (sie­he auch die Links am Ende). Inter­es­sant fin­de ich die Aus­sa­ge des Ernäh­rungs­wis­sen­schaft­lers Harald Seitz in einem Bei­trag in der Apo­the­ken-Umschau, in der Lein­sa­men als ein­hei­mi­sche Alter­na­ti­ve zu Chia­sa­men genannt wer­den:

„Emp­feh­len Exper­ten nun den Ver­zehr von Chia-Samen? „Wer sie essen mag, soll das ger­ne tun. Eine ähn­li­che Fett­zu­sam­men­set­zung fin­den Sie aber auch in hei­mi­schen Saa­ten wie Lein­sa­men, Raps­öl oder Nüs­sen“, schränkt Seitz ein. Regio­na­le Pro­duk­te sei­en deut­lich bil­li­ger – ein Kilo­gramm Chia-Samen kos­tet im Han­del teil­wei­se über 40 Euro, die glei­che Men­ge Lein­sa­men unter 5 Euro. Zwar sind Chia-Samen län­ger halt­bar. „Aber in Zei­ten des Kli­ma­wan­dels soll­te man sich auch fra­gen, ob man den hohen CO2-Fuß­ab­druck von trans­at­lan­tisch impor­tier­ten Lebens­mit­teln ver­ant­wor­ten will“, so Seitz. Damit spricht der Exper­te den für den Trans­port der Chia-Samen nöti­gen Aus­stoß von Koh­len­di­oxid in die Atmo­sphä­re und den ent­spre­chen­den Ener­gie­ver­brauch an.”

Chia­sa­men sind lei­der ziem­lich teu­er. Sie kos­ten pro Kilo­gramm zwi­schen 20 und 40 Euro. Trotz­dem ist die Nach­fra­ge nach Chia­sa­men stei­gend.

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Es gibt zwei Arten von Chia: Die Kali­for­ni­sche (Sal­via colum­ba­riae) und die Mexi­ka­ni­sche (Sal­via his­pa­ni­ca). Die ein­jäh­ri­ges Pflan­zen gehö­ren zu Gat­tung des Sal­bei in der Fami­lie der Lip­pen­blüt­ler. Bei­de Arten wer­den kom­mer­zi­ell ange­baut. Anbau­ge­biet ist neben Mit­tel- und Süd­ame­ri­ka auch Aus­tra­li­en. Chia­sa­men dien­ten bereits in vor­ko­lum­bia­ni­scher Zeit bei den Azte­ken und Maya als wich­ti­ges Nah­rungs­mit­tel. Da die Kul­ti­vie­rung der Pflan­ze in Spa­ni­en schei­ter­te, geriet die Pflan­ze schnell in Ver­ges­sen­heit. Erst seit 2013 sind Chia­sa­men als „neu­ar­ti­ges Lebens­mit­tel“ erhält­lich. Unter güns­ti­gen Bedin­gun­gen soll die was­ser- und son­nen­hung­ri­ge Pflan­ze auch im Gar­ten gedei­hen.

Chia­sa­men bin­den extrem viel Was­ser, die 25fache Men­ge. Ein über­mä­ßi­ger Genuss (emp­foh­len wer­den max. 15 g pro Tag für Erwach­se­ne – ca. 1 EL) kann zu schwe­ren Ver­dau­ungs­pro­ble­men füh­ren. Wer die Samen in aus­rei­chend Flüs­sig­keit aus­quel­len lässt, ist auf der siche­ren Sei­te. Dann errei­chen sie die Kon­sis­tenz von Pud­ding.

Chia-Mar­me­la­de sel­ber machen – Super gesund und lecker (EatS­mar­ter!)

Mein Fazit: Ich wer­de die Chia­sa­men auf jeden Fall aus­pro­bie­ren. Für ein getrei­de­frei­es, kalo­ri­en­ar­mes und zugleich sät­ti­gen­des Früh­stück ist das bestimmt eine gute Idee!

Quellen&Links:

Die­ser Bei­trag nimmt an der [Link­par­ty] Mon­tags­freu­den 55 vom 1. August 2016 teil.

Letz­te Aktua­li­sie­rung: 24. Mai 2018 @ 0:09

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