Flaschenhülle
DIY&Upcycling

Flaschenhülle schnell selbst nähen

24. Mai 2016

In mei­nem Bei­trag „Drei Pro­jek­te für den Mai” hat­te ich geschrie­ben, dass ich mit eine neue Trink­fla­sche, die ECO­tan­ka Trek­ka Tanka 1L mit Edel­stahl­flach­ver­schluss mit Bam­bus*, gekauft habe. Und ich hat­te mir schon für den Mai vor­ge­nom­men, eine pas­sen­de Hül­le für die­se Fla­sche zu nähen. Des­halb gibt es an die­ser Stel­le eine klei­ne Beschrei­bung, wie ich das gemacht habe.

Zunächst gehts ans Ver­mes­sen der Fla­sche. Wir brau­chen den Umfang, die Höhe und den Durch­mes­ser des Bodens. Dar­aus erge­ben sich die fol­gen­den Maße:

Stoff­län­ge = Höhe der Fla­sche + hal­ber Durch­mes­ser des Bodens + zwei Naht­zu­ga­ben (ins­ges. 2 cm)

Stoff­brei­te = Umfang der Fla­sche + ca. 1 cm + zwei Naht­zu­ga­ben (ins­ges. 2 cm)



Für mei­ne ECO­tan­ka Trek­ka Tanka 1L* ergibt das eine Län­ge von 33 cm und eine Brei­te 29 cm.  Wir benö­ti­gen zwei Lagen Stoff in die­ser Grö­ße. Ein­mal für das schö­ne Äuße­re unse­rer Fla­schen­hül­le und ein­mal für das Fut­ter. Den Außen­stoff kann man auch gut aus meh­re­ren Stof­fen zusam­men­set­zen, wie ich das hier gemacht habe. Bei die­sem Pro­jekt las­sen sich des­halb gut hüb­sche klei­ne Stoff­res­te unter­brin­gen. Bügeln nicht ver­ges­sen!!! Dann lie­gen die Näh­te auch schön flach.

Flaschenhülle

 

Als Zwi­schen­schicht bie­tet sich Volu­men­vlies zum Auf­bü­geln an. Das habe ich hier auch ver­wen­det. Ich hat­te noch einen Rest da. Not­falls geht sicher auch ein Rest Frot­tee oder Mol­ton. Dann müsst ihr halt auf­pas­sen, dass sich beim Nähen nichts ver­schiebt.

Bügelt den Ober­stoff auf die Viseli­ne. Es bie­te sich an, mit der Näh­ma­schi­ne ein paar Zier­näh­te drauf­zu­set­zen, denn das gibt Sta­bi­li­tät. Wer will, kann sei­ner künst­le­ri­schen Ader hier frei­en Lauf las­sen und was Schö­nes quil­ten.;)  Oder besti­cken… Ich habe hier ent­lang der Näh­te einen Zier­stich gesetzt:

Flaschenhülle

Jetzt bei­de Tei­le (hier sieht man nur der Ober­stoff, glei­ches gilt aber fürs Fut­ter) der Län­ge und mit der „schö­nen“ Sei­te nach innen fal­ten. Im Abstand der Naht­zu­ga­be längs und dort, wo spä­ter unten sein soll, an der Kan­te ent­lang step­pen.

Flaschenhülle

Nein, wir nähen kei­nen run­den Boden ein! Ich mag das näm­lich gar nicht. Ist mir viel zu frie­me­lig. Wir nähen einen qua­dra­ti­schen Boden. Das geht viel schnel­ler und fällt kaum auf. Wir neh­men uns dazu die schma­le Kan­te mit der Naht vor. Von der gefal­te­ten Kan­te links bis zur Naht rechts abmes­sen und durch vier tei­len. Jeweils links und und rechts eine Mar­kie­rung nach einem Vier­tel set­zen.

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Genau­so viel nach unten abmes­sen und in jeder Ecke ein Qua­drat mar­kie­ren. Am bes­ten nimmt man dazu das Quilt­li­ne­al. Ich habe hier das von Prym mit cm-Ein­tei­lung in der Grö­ße 15cm x 30cm* ver­wen­det:

Dann die Ecken mit einer Naht­zu­ga­be (mei­ne ist hier ein wenig zu knapp) abschnei­den:

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Jetzt habe ich lei­der die Fotos ver­ges­sen und des­halb den Vor­gang mit einem Blatt Papier nach­ge­stellt. Ihr fal­tet jetzt so, dass die bei­den Außen­ecken in der Mit­te eurer neu­en Naht­li­nie (rot) genau auf­ein­an­der lie­gen:

Ent­lang der roten Linie step­pen. Alle vier Ecken (Außen­stoff und Fut­ter) jeweils so bear­bei­ten. Dann den Außen­stoff wen­den und das Fut­ter ein­ste­cken. Am bes­ten auch mal die Fla­sche rein, damit innen alles schön zurecht rutscht. So sieht der fer­ti­ge Boden aus:

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Der obe­re Rand ist jetzt noch offen. Ent­we­der mit einem Schräg­band ver­säu­bern. Oder die Schnitt­kan­ten gegen­ein­an­der ein­schla­gen. Die gefal­te­nen Kan­ten soll­ten bün­dig auf­ein­an­der lie­gen. An der Kan­te ent­lang step­pen. Fer­tig!

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Fla­schen rein. Rand umschla­gen und freu­en!

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Nach­trag vom 4.6.2016: Mitt­ler­wei­le ist die Fla­sche nebst Hül­le erfolg­reich im Dau­er­be­trieb und beglei­tet mich fast täg­lich. Ich fül­le sie mit Was­ser und gebe eine gevier­tel­te Schei­be Bio-Zitro­ne hin­zu. Man kann mehr­fach Was­ser nach­fül­len und es bekommt immer wie­der ein leich­tes Zitro­nen­aro­ma. Zitro­ne soll auch beim Abneh­men hel­fen, da die Zitro­nen­säu­re den Stoff­wech­sel anregt. Durch die gro­ße Öff­nung der Fla­sche bekommt man die Zitro­nen­stück­chen auch ganz leicht wie­der her­aus. Jetzt geht es damit ab zur (Back to) SCHOOL! – (Ein-)SCHUL(ungs)-Linkparty bei pamel­opee.

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  1. Das sieht ja hübsch aus! 🙂
    Ich suche auch schon seit Ewig­kei­ten nach einer sol­chen Fla­sche, mit einem Liter Fas­sungs­ver­mö­gen, die nicht aus Plas­tik ist!
    Ich kli­cke gleich mal auf den Link.
    Dan­ke, dan­ke.
    Lie­ben Gruß
    Jen­ny

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