Rezepte

Sojamilch selbst gemacht

10. Mai 2016

Beim Auf­räu­men fin­den sich manch­mal Din­ge an, von denen man nicht (mehr) weiß, das sie über­haupt da sind. Ihr kennt das auch? Ich ja! – Was macht man also aus ca. 400 g Soja­boh­nen? Etwa Soja­milch?! Soja­milch hat­te ich bis dato noch nie gemacht. War­um also nicht versuchen?

Also habe ich die Soja­boh­nen über Nacht ein­ge­weicht. Erstaun­lich, was die so an Was­ser auf­neh­men. Ich muss­te auf einen grö­ße­ren Topf aus­wei­chen und Was­ser nach­gie­ßen. Dann habe ich die nun ganz pral­len Boh­nen in einem gro­ßen Sieb abtrop­fen lassen.

Nächs­ter Schritt: Das Zer­klei­nern der Boh­nen. Das war ein ech­tes Pro­blem. Dem Mixer waren 400g Boh­nen auf ein­mal näm­lich zu viel. Also habe ich die Boh­nen wie­der her­aus­ge­löf­felt und in 4 Por­tio­nen plus jeweils einem Liter Was­ser dann nach und nach doch klein bekom­men. Der Mixer ist dabei ziem­lich heiß gewor­den. Fand ich gar nicht gut. Grund­sätz­lich rech­net man bei Soja­milch auf 100 g getrock­ne­te Boh­nen einen Liter Was­ser. Mehr an Zuta­ten ist nicht.

Dann habe ich die ganz fein zer­klei­ner­ten Boh­nen mit Hil­fe eines Säck­chens aus fes­tem Baum­woll­stoff druch­ge­seiht und kräf­tig aus­ge­drückt. Man kann natür­lich auch ein Tuch neh­men. Wich­tig ist, dass der Stoff sehr dich gewebt, sta­bil, lebens­mit­tel­echt und ohne Weich­spü­ler gewa­schen ist. Die brau­ne Ver­fär­bung des Stof­fes bei mir auf dem Foto stammt von Schwar­zen Johan­nis­bee­ren und/​oder Holun­der­bee­ren aus einer frü­he­ren Ver­wen­dung. Das geht lei­der auch mit Kochen nicht mehr raus, scha­det aber auch nicht.

Da ich noch mit etwas Was­ser – ca. ¼ bis  ½ Liter  – nach­ge­spült habe, hat­te ich am Ende etwas über 4 Liter Soja­milch. Mei­ne ers­te selbst gemach­te Soja­milch hat­te die Far­be von Kuh­milch und war nicht so wäss­rig wie fer­tig gekauf­ter „Soja­drink“. Laut Lebens­mit­tel­recht darf es nicht „Soja­milch“ hei­ßen, son­dern nur „Soja­drink“, weil der Begriff „Milch“ geschützt ist.

Für den Rück­stand im Beu­tel (beim Wein heißt das Zeug „Tres­ter“) habe ich lei­der kei­ne ande­re Ver­wen­dung als den Kom­post­hau­fen gefunden.

So ganz pur schmeckt die Soja­milch etwas herb. Mit einem Löf­fel Zucker oder Stevia geht die leicht bit­te­re Note weg. Unge­süßt hält sie sich aber etwas län­ger. Ich schät­ze 3 bis 4 Tage im Kühl­schrank. Zu viel Soja­milch gemacht? Dann ver­sucht es doch mit selbst gemach­tem Tofu.

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