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[Wildkräuter:] Die Löwen sind wieder los! 
Was man aus Löwenzahn machen kann

16. April 2016

Zur Zeit wer­den die Wie­sen wie­der gelb. Der Löwen­zahn blüht! Nicht nur die Freun­de klei­ner ver­fres­se­ner Meer­schwein­chen und Zwerg­ka­nin­chen wis­sen das zu schät­zen. Löwen­zahn (Tara­xa­cum) ist mehr als „Unkraut“. Es lässt sich viel­fäl­tig in Küche und Heil­kun­de ver­wen­den. Doch Löwen­zahn ist nicht gleich Löwen­zahn.

Es gibt zwei Arten von „Löwen­zahn“, die sich zum Ver­wech­seln ähn­lich sind: Die hier bespro­che­nen Tara­xum-Arten (Wiki­pe­dia) und die in der Heil­kun­de nicht ver­wen­de­te Gat­tung Leon­todon (Wiki­pe­dia). Ich schrei­be hier über den Tara­xum-Löwen­zahn, und zwar in ers­ter Linie über unse­ren weit ver­brei­te­ten hei­mi­schen Gewöhn­li­che Löwen­zahn (Tara­xa­cum sect. Rudera­lia). Tara­xum blüht frü­her im Jahr und es ist sowie­so zu emp­feh­len, daß der Löwen­tahn schon im Mai gesam­melt wird, weil er da noch frisch und zart ist. Eine auch für Nicht-Bota­ni­ker zu ver­ste­hen­de Unter­schei­dung der bei­den „Löwen­zäh­ne“ habe ich in einem Bei­trag von Rein­hard Län­ger in „Phy­to­the­ra­pie Aus­tria“ (Nr. 3 /​ 2014 – pdf-Down­load) via Heil­pflan­zen-Info gefun­den:

„Wenn Sie selbst sam­meln wol­len, soll­ten Sie nur auf die mög­li­che Ver­wechs­lung mit der Gat­tung Leon­todon (wört­lich über­setzt eben­falls Löwen­zahn, um den Unter­schied deut­lich zu machen auch Leu­en­zahn) ach­ten. Tara­xa­cum blüht zei­tig im Früh­jahr, meist im April, Leon­todon blüht spä­ter, ab Mai bis in den Som­mer. Ein untrüg­li­ches Erken­nungs­merk­mal für die ‚gewöhn­li­chen‘ Tara­xa­cum-Sip­pen ist, dass die grü­nen Hüll­blät­ter, die den Blü­ten­stand umge­ben, nach unten umge­bo­gen sind.“

Alles klar? Dann hier noch ein Bild unse­res Tara­xum:

Löwenzahn

Tra­di­tio­nell wur­de Löwen­zahn bei Leber-, Nie­ren- und Ver­dau­ungs­pro­ble­men ange­wen­det. Er ist reich an Vit­amin A , B , C, und D und Mine­ra­li­en, wie Eisen, Kali­um und Zink.

Was kann man dar­aus machen? – Die Klas­si­ker sind:

Es gibt aber viel mehr Mög­lich­kei­ten, mit Löwen­zahn zu kochen. So kann man die noch nicht zu alten Blät­ter als Bei­la­ge zu Gerich­ten mit Knob­lauch sau­tie­ren. Wenn die Blät­ter vor­her kurz in kochen­dem Was­ser blan­chiert wer­den, wer­den sie mil­der im Geschmack. Hier ein genaue­res Rezept: Dan­de­li­on Greens with Dou­ble Gar­lic.


- Anzei­ge -

Dass man auch Löwen­zahn-Kür­bis­kern-Pes­to (Fresh Sum­mer Reci­pe: Dan­de­li­on Pump­kin Seed Pes­to) machen kann, ist mir eben­so neu wie die frit­tier­ten Löwen­zahn­blü­ten in Tem­pura-Teig (If You Can’t Beat ‘Em, Eat ‘Em).  Es gibt Löwen­zahn-Essig (A sprin­gy dan­de­li­on vine­gar infu­si­on — How to make it, how to use it… ), Risot­to mit Löwen­zahn (Deli­cious dan­de­li­on dis­hes), Muf­fins mit Löwen­zahn (Deli­cious Dan­de­li­on Speck­led Muf­fin),  Löwen­zahn­blü­ten­sor­bet (Dan­de­li­on Petal Sor­bet),  Löwen­zahn­blü­ten­ku­chen (Dan­de­li­on Blossom Cake) und -kek­se (Wee­dy Wed­nes­days! DANDELIONS). Dazu kann Löwen­zahn­tee (Iced Lime Dan­de­li­on Tea) ser­viert wer­den.

Oder wie wäre es mit einem Gläs­chen Löwen­zahn­wein (How to make dan­de­li­on wine) oder -schnaps (Dan­de­li­on Schnapps)?

Zur Kör­per­pfle­ge gibt es Löwen­zahn­öl (Making and Using Dan­de­li­on Oil), schmerz­lin­dern­de Sal­be (Kit­chen Wit­che­ry: Dan­de­li­on Sal­ve), Lotion (Dan­de­li­on Lotion Bars) oder zur Ent­fer­nung von War­zen – ein­fach mehr­mals die „Milch“ auf­tra­gen.

Außer­dem kann man Löwen­zahn zum Fär­ben (Dan­de­li­on Dye Day) ver­wen­den.


Quel­len:

Letz­te Aktua­li­sie­rung: 17. Jun 2018 @ 9:55

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